Dropbox

An jeder Universität gibt es ein schwarzes Brett und dort hängen häufiger flehende Zettel von Studenten oder Doktoranden, denen man den Laptop geklaut hat. Das ist ärgerlich, aber richtig gemein wird es, wenn auf dem Laptop wichtige Daten gespeichert waren. Die fast fertige Hausarbeit, die Bibliographie der Doktorarbeit, eine abgabereife Magisterarbeit.  Dummerweise gibt es kein Backup und jetzt ist nicht nur der teure Laptop weg, sondern auch die ganze Arbeit.

Es müssen nicht unbedingt Diebe sein: Technische Geräte neigen dazu, im falschen Moment kaputt zu gehen. Der Laptop muss nur einmal vom Tisch fallen oder die überlebenswichtige Tasse Kaffee kippt im falschen Moment um und schon steht man vor einem Problem. Backups sind daher gerade bei wichtigen Arbeiten absolute Pflicht. Ob man sich die Hausarbeit am Ende eines Arbeitstages selbst per Mail zuschickt oder sie zusätzlich noch auf einem USB-Stick speichert, ist eigentlich egal. Hauptsache, man bekommt im Schadensfall die Daten zurück.

Das dumme an solchen manuellen Backups ist allerdings, dass man daran denken muss. Das ist leicht gesagt, aber wenn man am Ende des Tages müde aus der Unibibliothek schleicht, vergisst man sowas sehr schnell.

Dropbox ist ein Service, der einem diese Arbeit abnimmt. Er bietet automatische Syncronisation mit einem Internetserver und 2GB Speicherplatz. Nachdem das Programm installiert wurde, erstellt es einen Ordner, dessen Inhalte automatisch auf den Dropbox-Server hochgeladen werden. Der Endanwender muss seine Arbeit nur in diesem Ordner speichern und muss ansonsten nichts tun.

Weiterhin kann man mehrere Rechner auf diese Weise syncronisieren. Da ich meinen Uniordner über Dropbox synce, kann ich bequem mit dem Laptop an der Uni arbeiten, die bearbeiteten Dateien werden automatisch hochgeladen und wenn ich abends nach Hause komme, kann ich den stationären Rechner hochfahren und direkt an den gleichen Dateien weiterarbeiten. Am nächsten Tag an der Uni läuft es genauso: Einfach Laptop anschalten, ins WLAN einloggen und schon ist alles, was ich am Abend zuvor am anderen Rechner gearbeitet habe, da.

Es ist natürlich nicht jedermanns Sache, seine Daten ins Internet (genauer gesagt auf Amazons S3-Server) hochzuladen, aber für den Ottonormalstudenten ist der Service eine praktische Sache. Die Daten werden vor dem Hochladen verschlüsselt und als Geschichtsstudent arbeitet man selten an wirklich geheimen Dingen. Wer also eine einfache Backuplösung und eine Möglichkeit sucht, Daten zwischen mehreren Rechnern zu syncronisieren, sollte sich Dropbox anschauen. Die Basisversion mit 2 GB Speicherplatz ist komplett kostenlos, wer mehr Platz benötigt, kann ihn kostenpflichtig kaufen.

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Eine Antwort zu Dropbox

  1. Christian sagt:

    Ich bin auch – trotz aller Bedenken – angetan von diesem Service. Hervorzuheben ist, dass es auch unter Linux und Mac seine Dienste leistet und man per Web-Interface von jedem Rechner auf seine Daten zugreifen kann.

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